United hat Anfangsphase verschlafen

FC Bavois – FC United Zürich 2:1 (2:0)

Am Samstag begab sich 1. Mannschaft zur dritten Auswärtspartie in die Westschweiz. Es ging zum FC Bavois im Bezirk Jura-Nord Vaudois. Das Spiel stand unter keinen guten Vorzeichen. Trainer Andy Ladner konnte sich nicht über die Kaderkonstellation freuen, sondern musste wieder improvisieren. So fehlten neben den verletzten Gloor, Nsiala, Moubandje und Toimil, die noch nicht spielberechtigten Doe, Faria da Cruz, Kargbo, Saarelma, Tahiri, Tavares und Teke. So war Trainer Ladner erneut gezwungen eine Elf zu finden, die die weite Fahrt auf sich nahm. Die Gebrüder Indrit und Kushtrim Dzaferi von der 2. Mannschaft sowie Daniel Negreiros dos Santos von den A-Junioren ergänzten den Kader. Dem Team war bewusst, dass es an diesem Tage sehr schwer werden würde und man nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zum Erfolg kommen konnte. Die Devise war, hinten so lange wie möglich die Null zu halten und über das Zentrum gefährlich nach vorne zu stossen. Dies hielt nicht lange an und die Stadtzürcher musste sich frühzeitig der Anfangsoffensive der Einheimischen geschlagen geben. Bereits in der 5. Spielminute köpfelte Alex Da Silva aus 8 Metern eine schöne Rechtsflanke zum 1:0 ein. Nur eine Minute später erhöhte Muamer Zeneli mit einem Freistosstor aus 30 Meter Entfernung durch die Mauer auf 2:0. Die Gäste sichtlich geschockt mussten jetzt endlich ins Spiel finden, um weitere Verlustreffer zu vermeiden. Nach den zwei frühen Verlustreffern stellte man sich besser auf die langen Bälle ein und hielt dagegen. Gerade besser ins Spiel gefunden, der nächste Schock für die Limmatstädter. Nach rund einer halben Stunde verletzte sich Torhüter Anicic (Diagnose noch ausstehend), nach einem Abschlag ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste durch Christan Baumgartner ersetzt werden, der ihn aber hervorragend vertrat. Die Partie auf gut bespielbaren, aber tiefen Geläuf, war nun geprägt von vielen harten Zweikämpfen und Spielunterbrüchen (der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter verteilte insgesamt 9 gelbe Karten). Ausser ein paar Halbchancen auf beiden Seiten, ereigneten sich aber keine nennenswerte Aktionen mehr in der 1.Spielhälfte.

In der Halbzeitpause hieß es dann erstmal durchatmen und runterkommen. Trainer Andy Ladner machte seinen Jungs wenig Vorwürfe und versuchte ihnen neues Selbstvertrauen einzuimpfen Bis auf die Gegentreffer und ein paar nicht befolgten taktischen Anweisungen spielten sie in der 1. Hälfte gut mit.

In der zweiten Halbzeit waren die Zürcher bemüht dem Spiel mit einem schnellen Anschlusstreffer noch einmal eine Wende zu geben. Aber die Aktionen waren zu wenig zwingend um die Abwehr um Arnaud Bühler (Ex-Super League-Spieler) ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Im Gegenteil, Bavois hatte mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen mehrere gute Torchancen um die Partie endgültig zu entscheiden. Als sich die meisten der 116 Zuschauer bereits mit dem 2:0 abgefunden hatten, gelang dem eingewechselten Godwill Amankwah nach einer schönen Kombination in der 85. Minute der 2:1 Anschlusstreffer. Der Treffer fiel aber zu spät und die Limmatstädter mussten ohne Punktegewinn die weite Heimreise nach Zürich antreten.

Jetzt gilt es die Fehler zu anlysieren und die Partie so schnell wie möglich abzuhaken. Bereits am nächsten Samstag, im Heimspiel gegen den SC Brühl, wartet nämlich ein schwerer Brocken auf die Zürcher. Positiv, dass dann die bisher nicht spielberechtigten Akteure eingesetzt werden können. Dies belebt nicht nur den Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen, sondern Andy Ladner hat dann mehr Variationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Auftstellung FC United Zürich

Anicic (ab 32. Min. Baumgartner), Lacroce, Mäder, Milano, Schiesser, Miljkovic, Stefanovic, Kassem, Gasane (ab 85. Min. Amankwah), Simao (ab 58. Min. K. Dzaferi), I. Dzaferi

Torfolge

5. Min. 1:0 Da Silva, 6. Min. 2:0 Zeneli, 85. Min. 2:1 Amankwah

Trainer

André Ladner

Assistenztrainer

Marijan Tukeric

Bemerkungen

FC United Zürich ohne Kaliki, Negreiros dos Santos und Biba (alle kein Einsatz)